Mit der „Aufsuchenden Gesundheitsbegleitung“ der Stadt Karlsruhe werden Menschen erreicht, die bislang kaum Zugang zu bestehenden Hilfesystemen finden. Das Angebot richtet sich insbesondere an obdachlose Menschen mit Lebensmittelpunkt im öffentlichen Raum. Diese sind häufig von gesundheitlicher Unterversorgung, sozialer Isolation und prekären Lebenslagen betroffen.
Im Mittelpunkt steht ein niedrigschwelliger, aufsuchender Ansatz: Ein Team aus sozialer Arbeit und medizinischem Hintergrund geht aktiv auf die Menschen zu, auf der Straße und in Unterkünften. Dabei geht es zunächst darum, Vertrauen aufzubauen und individuelle Bedarfe wahrzunehmen.
Ziel des Projekts ist es, akute Notlagen zu lindern, gesundheitliche Risiken zu reduzieren und einer weiteren Verelendung entgegenzuwirken. Die „Aufsuchende Gesundheitsbegleitung“ versteht sich dabei als Brücke: Sie vermittelt in weiterführende Hilfen, stärkt die Anbindung an das Wohnungsnotfallhilfesystem in Karlsruhe und öffnet Wege in das Gesundheitssystem.
Konkret unterstützt das Projekt unter anderem bei der Einschätzung medizinischer und pflegerischer Bedarfe, der Stabilisierung der gesundheitlichen Situation, der Organisation und Begleitung zu Arztterminen sowie bei der Kontaktaufnahme zu Ärzt:innen, Pflegediensten und Kliniken. Darüber hinaus helfen die Fachkräfte bei Anträgen, Fragen der finanziellen Existenzsicherung und bei der Entwicklung von Wohn- und Versorgungsperspektiven.
Als Vector Stiftung unterstützen wir die Stadt Karlsruhe beim Aufbau der „Aufsuchenden Gesundheitsbegleitung“.




