AUF EINEN BLICK

Die Vector Stiftung ist eine unternehmensverbundene Stiftung. Sie fördert Forschungsvorhaben in Baden-Württemberg zu den Themen Klimaschutz im Verkehr und MINT-Innovationen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der MINT-Bildung mit Projekten für Schüler, Lehramtsstudierende und Lehrkräfte. Die Stiftung setzt sich in der Region Stuttgart darüber hinaus für die Bekämpfung von Wohnungslosigkeit und die Integration chancenarmer junger Erwachsener in die Gesellschaft ein.

Über 80 % ihres Fördervolumens investiert die Vector Stiftung in MINT-Forschung und MINT-Bildung. Ihr MINT-Engagement konzentriert sich auf die Fächer Mathematik, Informatik, Physik, Technik und Ingenieurwissenschaften. Die Stiftung folgt bei ihrer Förderung der Überzeugung, gemeinsam mit Förderpartnern mehr bewirken zu können.

Die Vector Stiftung ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen, im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, im Stiftungsnetzwerk Region Stuttgart e. V. und im Nationalen MINT Forum e. V..

UNSER ENGAGEMENT IN ZAHLEN

Das Stiftungsvermögen besteht aus Geld- und Wertpapieranlagen sowie 60 % der Anteile der Vector Informatik GmbH. 2020 beträgt das Fördervolumen der Vector Stiftung rund acht Millionen Euro.

DIE STIFTER | DER STIFTUNGSRAT

Eberhard Hinderer

Stifter und Stiftungsrat
Vector Stiftung

  • Studium Maschinenbau Universität Stuttgart
  • Entwicklungsingenieur bei Kontron, München
  • Entwicklungsingenieur bei Hewlett Packard, Böblingen
  • 1988 Gründer der Vector Informatik GmbH, Geschäftsführer bis Februar 2014

Dr. Helmut Schelling

Stifter und Stiftungsrat
Vector Stiftung

  • Studium Elektrotechnik Universität Stuttgart
  • Promotion zum Dr.-Ing. Universität Stuttgart
  • Entwicklungsingenieur Vorausentwicklung Bosch
  • 1988 Gründer der Vector Informatik GmbH, Geschäftsführer bis Februar 2014

Martin Litschel

Stifter und Stiftungsrat
Vector Stiftung

  • Ausbildung und Facharbeiter bei Bosch
  • Technische Oberschule Stuttgart
  • Studium Elektrotechnik Universität Stuttgart
  • Entwicklungsingenieur Vorausentwicklung Bosch
  • 1988 Gründer der Vector Informatik GmbH, Geschäftsführer bis Februar 2014

UNSERE HISTORIE

 
 
 

1988

Gründung der Vector Informatik GmbH

 
 
 

2011

Gründung der gemeinnützigen Vector Stiftung

Übertragung von 60% der Anteile der Vector Informatik GmbH an die Vector Stiftung

 
 
 

2014

Einstellung der ersten Stiftungsreferentin

 
 
 

2016

Einstellung eines hauptamtlichen Vorstands

 
 
 

heute

10 Mitarbeiter für Forschung, Bildung und Soziales Engagement

VERANSTALTUNGSREIHE „WissensWert!“

„WissensWert!“ ist die gemeinsame Veranstaltungsreihe der Vector Stiftung und der Vector Informatik GmbH. Herausragende Redner sprechen über spannende, zukunftsweisende Themen und diskutieren mit Mitarbeitern und Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Kommende Veranstaltung

Prof. Dr. Jana Koehler Über Künstliche Intelligenz

23.02.2021 | 18 – 19 Uhr
Online

Künstliche Intelligenz (KI) wird unsere Arbeitswelt revolutionieren. Weiterentwickelte Algorithmen, extrem leistungsfähige Hardware und riesige Datenmengen führen zu Maschinen mit praktikablen kognitiven Fähigkeiten.

Welchen Nutzen bietet KI der Menschheit? Was sind Risiken? Diesen und weiteren spannenden Fragen geht Prof. Dr. Jana Koehler in ihrem Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe WissensWert! nach. Jana Koehler ist wissenschaftliche Direktorin des Forschungsbereichs Algorithmic Business and Production am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI). An der Universität des Saarlandes hat sie den Lehrstuhl für Künstliche Intelligenz inne. Ihr Spezialgebiet sind KI Methoden für flexible und optimierte Fertigungs- und Geschäftsprozesse.

Informationen zur Anmeldemöglichkeit stehen ab Januar hier zur Verfügung.

Vergangene „WissensWert!“-Veranstaltungen:

Prof. Dr. Moritz Helmstaedter über Neuronale Netze

Am 29.09.2020 sprach Prof. Dr. Moritz Helmstaedter in der erstmals virtuell durchgeführten Veranstaltung zum Thema „Neuronale Netze: von Gehirnen und Künstlicher Intelligenz“.

Professor Moritz Helmstaedter beschäftigt sich mit „Connectomics“, einem noch relativ jungen Forschungsgebiet, das die strukturellen und funktionellen Verbindungen zwischen Nervenzellen des Gehirns untersucht. In einem spannenden Vortrag berichtete Helmstaedter, wie es mittels neuester elektronenmikroskopischer Techniken, computergestützten Datenanalysen sowie dem Engagement von Freiwilligen gelingt, die Kommunikationswege von Nervenzellen im Gehirn Stück für Stück zu entschlüsseln. In beeindruckenden Visualisierungen präsentierte er Ausschnitte aus der Landkarte unseres Nervensystems, die die Komplexität neuronaler Verschaltungen verdeutlichten. Anhand alltäglicher Beispiele illustrierte Moritz Helmstädter eindrücklich die unerreichte Leistungsfähigkeit dieses weit verzweigten Netzwerks aus Abermillionen Nervenzellen. Obwohl die Forschung noch weit davon entfernt ist, die Funktionsweise biologischer neuronaler Schaltkreise vollumfänglich zu verstehen, zeigte sich Professor Helmstaedter überzeugt, dass die Erkenntnisse, die sich aus der funktionellen Kartierung unseres Gehirns gewinnen lassen, nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung zukünftiger intelligenter Technologien haben werden.

Prof. Dr. Moritz Helmstaedter ist wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft und Direktor am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main. Nach dem Studium der Medizin und der Physik an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg promovierte er bei Nobelpreisträger Bert Sakmann am Max-Planck-Institut für medizinische Forschung in Heidelberg. Anschließend folgten Stationen als Post-Doc im Labor von Winfried Denk am Max-Planck-Institut für medizinische Forschung und als Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Neurobiologie in München.

Für seine Arbeiten wurde Moritz Helmstaedter unter anderem mit der Otto-Hahn-Medaille und der Bernard Katz Lecture geehrt.

Vortrag auf YouTube ansehen

Prof. Dr. Ulrich Stroth über Plasmaforschung

Am 26.09.2019 sprach Prof. Dr. Ulrich Stroth auf dem Vector-Campus über Plasmaforschung. Stroth stellte die Welt der Plasmen vor und nahm das Publikum mit auf den schwierigen, aber spannenden Weg zu einem Fusionskraftwerk.

Die Sonne liefert fast die gesamte auf der Erde verbrauchte Energie. Sie wird von der Sonne abgestrahlt und in ihrem Inneren durch die Verschmelzung von Wasserstoff erzeugt. Wie das Universum auch besteht die Sonne aus einem heißen Gas oder besser einer heißen Flüssigkeit, die als Plasma bezeichnet wird. Eine nachhaltige Energiewirtschaft erntet Sonnenenergie in großflächigen Photovoltaik-, Wind- oder Wasserkraftwerken, deren Leistungsabgabe periodischen Schwankungen unterliegt.

Für eine sichere Energieversorgung müssen leistungsfähige Speicher entwickelt werden. Zusätzlich benötigt ein stabiles Netz eine verlässliche Grundversorgung an Energie. Die Fusionsforschung hat sich zum Ziel gesetzt, zu diesem Zweck den zentralen Prozess der Sonne, die Verschmelzung von Wasserstoff zu Helium, auf der Erde nutzbar zu machen. In den Fusionslaboren werden dazu heiße Plasmen erzeugt und in Magnetfeldkäfigen eingeschlossen. Solche Anlagen tragen Namen wie Stellarator oder Tokamak.

Prof. Dr. Ulrich Stroth ist Leiter des Bereichs „Plasmarand und Wand“ am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching und Professor für Plasmarand- und Divertorphysik an der TU München.

Prof. Dr. Jörg Vogel über Genchirurgie

Am 27.02.2019 sprach Prof. Dr. Jörg Vogel zum Thema „Genchirurgie mit CRISPR-Cas“, einer neuen molekularbiologischen Methode, besser bekannt als Genome Editing. CRISPR-Cas ermöglicht immer einfachere Eingriffe im Erbgut und birgt enormes Innovationspotenzial sowohl für die Grundlagenforschung als auch die Pflanzenzüchtung, Biotechnologie und Medizin. Es ist davon auszugehen, dass gentherapeutische Verfahren an Körperzellen bei genetisch bedingten Krankheiten sehr von den neuen Methoden profitieren werden. Zudem weist einiges darauf hin, dass es in China mit der CRISPR-Cas-Technologie erste Eingriffe in die menschliche Keimbahn gegeben hat. Daraus ergeben sich weitreichende soziale, ethische und rechtliche Fragen im Hinblick auf die Therapie erblicher Erkrankungen und die Grenzen der Wissenschaftsfreiheit.

In seinem Vortrag strebte Vogel eine kritische Betrachtung der molekularen Grundlagen von Genome Editing an, die helfen soll, Entwicklungen hin zu sicheren und verantwortungsbewussten Anwendungen für Mensch und Umwelt mitzugestalten. Die Verfahren wurden im Vergleich zu früheren dargestellt und dabei auch die Einfachheit, Verfügbarkeit, Verlässlichkeit, Präzision und der Zeitfaktor von CRISPR-Cas diskutiert, ebenso wie mögliche Risiken, Fehlerquellen und Probleme des Verfahrens. Denn Vogel ist überzeugt: „CRISPR-Cas wird über kurz oder lang jeden von uns betreffen“.

Jörg Vogel ist Direktor des Instituts für Molekulare Infektionsbiologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und Direktor des Helmholtz-Instituts für RNA-basierte Infektionsforschung in Würzburg. 2017 erhielt er den Leibniz-Preis, der als höchste wissenschaftliche Auszeichnung in Deutschland gilt.

Prof. Dr. Joris van Slageren über Quantentechnologie

Am 26.09.2018 sprach Prof. Dr. Joris van Slageren zum Thema „Quantentechnologien – Hype oder Paradigmenwechsel?“. Gibt es Technologien, die es erlauben, jede Verschlüsselungstechnologie zu knacken, und gleichzeitig abhörsichere Kommunikation ermöglichen? Technologien, mit denen blitzschnell Einträge in Datenbanken gefunden und Spurenmoleküle in Atemgasen bestimmt werden können? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigte sich der Gastredner vom Institut für Physikalische Chemie der Universität Stuttgart in seinem Vortrag bei der Vector Informatik und der Vector Stiftung in Stuttgart-Weilimdorf.

Van Slageren gab zunächst eine Übersicht über den Stand der Technik in den verschiedenen Bereichen der Quantentechnologien. Dabei betonte er, dass man mit diesen Technologien noch weit von einer allgemeinen Durchdringung der Gesellschaft entfernt ist. Nichtsdestotrotz wurden schon beachtliche Fortschritte gemacht. Zu diesen gehören abhörsichere Telekonferenzen, bei denen sich die Teilnehmer Tausende von Kilometern voneinander entfernt befinden. Auch einzelne Moleküle sowie magnetische Gehirnsignale konnten schon nachgewiesen und untersucht werden.

Anschließend zeigte Van Slageren die grundlegende Seltsamkeit der Quantenwelt: Teilchen, die durch zwei Öffnungen gleichzeitig fliegen, Magnetchen, die sowohl nach Norden als auch nach Süden zeigen. Er zeigte die Bausteine der Quantentechnologien, die sogenannten Quantenbits, und die Bedingungen, die diese erfüllen müssen. Zum Schluss gab Van Slageren einen Einblick in die chemische Forschung auf dem Gebiet der Quantentechnologien. „Der Weg ist noch weit, aber Menschen haben die Neigung, zu unterschätzen, was langfristig möglich ist“, so Van Slageren.

WEITERE VERANSTALTUNGEN

Herbsttreffen des Arbeitskreises Bildungschancen online

29.09.2020 | 9.30 – 13.00 Uhr
Online

Der Arbeitskreis Bildungschancen des Stiftungsnetzwerks Region Stuttgart e.V. bietet Stuttgarter Stiftungen ein Forum, die sich für die Verbesserung von Bildungschancen sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher in der Region Stuttgart einsetzen. Der Arbeitskreis trifft sich halbjährlich und fördert aktuell 10 Projekte mit über 1,1 Mio. EUR gemeinsam. Beim nächsten Treffen am 29.09.2020, das online stattfinden wird, präsentieren fünf Initiativen ihr Projektideen zur Verbesserung der Bildungschancen in der Region Stuttgart. Außerdem stehen die Vernetzung der teilnehmenden Stiftungen und ein Austausch zur Weiterentwicklung des Arbeitskreises auf der Agenda.


Kontakt: Léonie Trick | Projektmanagerin Bildung
leonie.trick@vector-stiftung.de | Telefon: +49 711 80670-1176
 

 

weitere Veranstaltungen folgen

PUBLIKATIONEN

Hier können Sie die Jahresberichte der Vector Stiftung downloaden.

Jahresbericht 2019

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Jahresbericht 2018

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Jahresbericht 2017

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Jahresbericht 2016

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