AUF EINEN BLICK

Die Vector Stiftung ist eine unternehmensverbundene Stiftung. Sie fördert Forschungsvorhaben in Baden-Württemberg zu den Themen Klimaschutz im Verkehr und MINT-Innovationen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der MINT-Bildung mit Projekten für Schüler, Lehramtsstudierende und Lehrkräfte. Die Stiftung setzt sich in der Region Stuttgart darüber hinaus für die Bekämpfung von Wohnungslosigkeit und die Integration chancenarmer junger Erwachsener in die Gesellschaft ein.

Über 80 % ihres Fördervolumens investiert die Vector Stiftung in MINT-Forschung und MINT-Bildung. Ihr MINT-Engagement konzentriert sich auf die Fächer Mathematik, Informatik, Physik, Technik und Ingenieurwissenschaften. Die Stiftung folgt bei ihrer Förderung der Überzeugung, gemeinsam mit Förderpartnern mehr bewirken zu können.

Die Vector Stiftung ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen, im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, im Stiftungsnetzwerk Region Stuttgart e. V. und im Nationalen MINT Forum e. V..

Hier finden Sie einen kurzen Abriss über die Geschichte der Vector Stiftung.

UNSER ENGAGEMENT IN ZAHLEN

Das Stiftungsvermögen besteht aus Geld- und Wertpapieranlagen sowie 60 % der Anteile der Vector Informatik GmbH. 2022 beträgt das Fördervolumen der Vector Stiftung rund 12 Millionen Euro.

DIE STIFTER | DER STIFTUNGSRAT

Eberhard Hinderer

Stifter und Stiftungsrat
Vector Stiftung

  • Studium Maschinenbau Universität Stuttgart
  • Entwicklungsingenieur bei Kontron, München
  • Entwicklungsingenieur bei Hewlett Packard, Böblingen
  • 1988 Gründer der Vector Informatik GmbH, Geschäftsführer bis Februar 2014

Dr. Helmut Schelling

Stifter und Stiftungsrat
Vector Stiftung

  • Studium Elektrotechnik Universität Stuttgart
  • Promotion zum Dr.-Ing. Universität Stuttgart
  • Entwicklungsingenieur Vorausentwicklung Bosch
  • 1988 Gründer der Vector Informatik GmbH, Geschäftsführer bis Februar 2014

Martin Litschel

Stifter und Stiftungsrat
Vector Stiftung

  • Ausbildung und Facharbeiter bei Bosch
  • Technische Oberschule Stuttgart
  • Studium Elektrotechnik Universität Stuttgart
  • Entwicklungsingenieur Vorausentwicklung Bosch
  • 1988 Gründer der Vector Informatik GmbH, Geschäftsführer bis Februar 2014

VERANSTALTUNGSREIHE „WissensWert!“

„WissensWert!“ ist die gemeinsame Veranstaltungsreihe der Vector Stiftung und der Vector Informatik GmbH. Herausragende Redner sprechen über spannende, zukunftsweisende Themen und diskutieren mit Mitarbeitern und Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Kommende Veranstaltung

Frühjahr 2023

Der nächste WissensWert!-Vortrag findet im Frühjahr 2023 statt. Informationen werden zu Beginn des Jahres 2023 an dieser Stelle veröffentlicht.

Vergangene „WissensWert!“-Veranstaltungen:

Prof. Dr. Markus Rex über die größte Arktis-Expedition aller Zeiten

Am 11.10.2022 sprach Prof. Dr. Markus Rex in der Reihe „WissensWert! über die größte Arktisexpedition aller Zeiten: Auf den Spuren des Polarforschers Fridtjof Nansen ließ sich der Forschungseisbrecher Polarstern im Oktober 2019 fest in das arktische Meereis einfrieren, um nur mit der Kraft der natürlichen Eisdrift ein ganzes Jahr durch die zentrale Arktis zu driften.

Der Physiker, Polar- und Klimaforscher  leitete das internationale Forschungsprojekt MOSAiC, das die Auswirkungen des Klimawandels in einer ganzjährigen Expedition in der Arktis erforschte.

An Bord waren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 37 unterschiedlicher Nationalitäten, die trotz extremer Kälte, arktischen Stürmen, einer sich ständig verändernden Eislandschaft und den ungeahnten Herausforderungen durch die Corona-Pandemie den Nordpol genauer als je zuvor erforschten und bahnbrechende Beobachtungen der Klimaprozessen in der zentralen Arktis machen konnten.

In seinem bildgewaltigen Vortrag erzählte Rex die Geschichte dieses einmaligen Forschungsabenteuers und warf zugleich einen eindringlichen Blick auf die Folgen des Klimawandels. Er berichtet vom Alltag unter den extremen Bedingungen der Arktis, von den logistischen und planerischen Herausforderungen eines Vorhabens, das durch die Unvorhersehbarkeit der Natur bestimmt ist, und von den wissenschaftlichen Erkenntnissen, die die Forscherinnen und Forscher im Eis sammeln konnten.

Prof. Dr. Markus Rex leitet die Atmosphärenforschung des Alfred-Wegener-Instituts am Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven, und ist Professor für Atmosphärenphysik an der Universität Potsdam. Er hat bereits unzählige Expeditionen in Arktis, Antarktis und andere entlegene Regionen der Welt unternommen und wurde für seine Arbeiten im Bereich der polaren Klimaforschung vielfach ausgezeichnet.

Der gebürtige Braunschweiger studierte an der Carolo-Wilhelmina-Universität Braunschweig und an der Georg-August-Universität Göttingen Physik, Geophysik und Meteorologie. Nach der Promotion an der Freien Universität Berlin führten ihn berufliche Stationen an das Jet Propulsion Laboratory (JPL) der National Aeronautics and Space Administration (NASA) und des California Institutes of Technology, an die University of Canterbury in Christchurch, Neuseeland und an das Alfred-Wegener-Institut in Potsdam. 2013 habilitierte sich Markus Rex mit einer Arbeit zur polaren Ozonschicht an der Universität Bremen.

Foto: Alfred-Wegener-Institut, Potsdam

Prof. Dr. Dirk Brockmann über Komplexe Systeme

Am 15.02.2022 sprach Prof. Dr. Dirk Brockmann in der Reihe „WissensWert!“ über komplexe dynamische Systeme, kollektives Verhalten in Natur und Gesellschaft und die Erforschung komplexer Netzwerkstrukturen. Der Theoretische Physiker erläuterte ausführlich, was die Grundlagen der Komplexitätswissenschaft auszeichnet und wieso sie die Grenzen traditioneller Wissenschaftsdisziplinen missachtet und überschreitet.

An anschaulichen Beispielen konnte Professor Brockmann Zusammenhänge zwischen scheinbar grundverschiedenen Phänomenen aufzeigen, zwischen Ameisen bei der Futtersuche und Phantomstaus auf der Autobahn, Waldbränden und politischer Polarisierung. Fazit seiner Ausführungen: Die Natur hat die Erde nicht durch Wettstreit, sondern durch „Networking“ erobert.

Dirk Brockmann ist Professor am Institut für Biologie der Humboldt-Universität zu Berlin. Außerdem leitet er die Projektgruppe Computergestützte Epidemiologie am Robert Koch-Institut. Professor Brockmann studierte und promovierte in Theoretischer Physik an der Universität Göttingen. Während seiner Postdoc-Zeit forschte er am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen. Zwischen 2007-2013 war er Professor für Angewandte Mathematik an der Northwestern University, Illinois, USA.

Sein besonderes Interesse gilt der Anwendung dynamischer Systemtheorie, stochastischer Prozesse und Netzwerkwissenschaften auf die Dynamik von Infektionskrankheiten. Er ist bekannt für seine Arbeiten zur menschlichen Mobilität und deren Rolle bei der weltweiten Ausbreitung von Infektionskrankheiten.

Dr.-Ing. Justus Thies über Digital Humans in Motion

 

Dr.-Ing. Justus Thies über Digital Humans in Motion

Am 5.10.2021 sprach Dr. Justus Thies in der Reihe „WissensWert!“ über die digitale Erfassung der realen Welt und ihre (Re-)Synthese am Computerbildschirm. Augmented und Virtual Reality Anwendungen sowie die Film- und Medienbranche setzen zunehmend auf die Digitalisierung realer Welten. Die Pandemie hat uns gezeigt, dass die digitale Evolution unserer Kommunikationsformate (Telekonferenzen und kollaboratives Arbeiten auf Distanz) mit großen Schritten voranschreitet. In all diesen Bereichen ist eine möglichst realistische Darstellung von Personen, Gesichtern und Bewegungsabläufen entscheidend.

Dr. Justus Thies beschäftigt sich mit der Modellierung des menschlichen Körpers, dem Tracking von Bewegungsabläufen und der digitalen Rekonstruktion. In einem spannenden Vortrag zeigte der Informatiker, wie er Deep-Learning-Methoden einsetzt, um natürliche Bewegungen und Gesichtsausdrücke zu erfassen. Künstliche Intelligenz erlaubt ihm außerdem fotorealistische Bilder und Videos am Rechner neu entstehen zu lassen.

Dr. Justus Thies leitet am Tübinger Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme die Forschungsgruppe „Neural Capture & Synthesis“, die an der Schnittstelle von Computergrafik, Computer Vision und maschinellem Lernen forscht. Er studierte Informatik an der Universität Erlangen-Nürnberg. Während seiner Promotion forschte er an der Stanford University in Kalifornien und am Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken. Seine Postdoc-Zeit absolvierte er an der Technischen Universität München.

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Prof. Dr. Jana Koehler über Künstliche Intelligenz (KI)

 

Am 23.02.2021 sprach Prof. Dr. Jana Koehler in der Reihe „WissensWert! über die intelligente Technologie, die die Arbeitswelt von Morgen prägen wird.Am 23.02.2021 sprach Prof. Dr. Jana Koehler in der Reihe „WissensWert! über die intelligente Technologie, die die Arbeitswelt von Morgen prägen wird.

Deutschland nimmt in der KI-Forschung einen Spitzenplatz ein und deutsche Unternehmen gehören zu den Vorreitern bei der Anwendung von KI-Technologien im industriellen und medizinischen Umfeld. Künstliche Intelligenz gilt als Innovationstreiber der Digitalisierung und Schlüsseltechnologie, um unsere Wirtschaft flexibler, nachhaltiger und widerstandfähiger zu gestalten.

In ihrem Vortrag erläuterte die Forscherin zunächst, was wir unter intelligenten Systemen verstehen und wie sie funktionieren. Sie beschrieb die Evolution intelligenter Systeme über die letzten Jahrzehnte, die die Grundlage für den heutigen Begriff des maschinellen Lernens legten. Anhand anschaulicher Fallstudien beleuchtete Prof. Koehler die Potentiale und Chancen, aber auch Risiken und Grenzen aktueller KI-Anwendungen.

Aus Sicht der Professorin kann KI ein wertvolles Instrument beispielsweise zur Auswertung von Daten, zur Erkennung von Mustern, zur Verbesserung von Prozessen sein. Entscheidend für den erfolgreichen Einsatz von KI ist jedoch der Fokus auf den Menschen, seine Verantwortung und seine Bedürfnisse. Die Forscherin ist überzeugt, dass es nur so gelingen wird, Maschinen zu schaffen, die uns helfen, unsere Probleme zu lösen und unsere Welt weiter zu verbessern.

Prof. Dr. Jana Koehler ist Inhaberin des Lehrstuhls für Künstliche Intelligenz an der Universität des Saarlandes und wissenschaftliche Direktorin der Abteilung Algorithmic Business and Production am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI).

Sie studierte an der Humboldt Universität Berlin Informatik und Philosophie der Wissenschaft. Anschließend promovierte Koehler an der Universität des Saarlandes. Von 1990 bis 1996 arbeitete sie am DFKI und habilitierte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Weitere berufliche Stationen waren die Schindler AG und IBM Research Zürich. Von 2010 bis 2019 lehrte sie als Professorin für Informatik an der Hochschule Luzern.

Sie ist Trägerin zahlreicher Auszeichnungen und Mitglied der Gesellschaft für Informatik sowie Life-Member der Association for the Advancement for Artificial Intelligence (AAAI).

Prof. Dr. Moritz Helmstaedter über Neuronale Netze

 

Am 29.09.2020 sprach Prof. Dr. Moritz Helmstaedter in der erstmals virtuell durchgeführten Veranstaltung zum Thema Am 29.09.2020 sprach Prof. Dr. Moritz Helmstaedter in der erstmals virtuell durchgeführten Veranstaltung zum Thema „Neuronale Netze: von Gehirnen und Künstlicher Intelligenz“.

Professor Moritz Helmstaedter beschäftigt sich mit „Connectomics“, einem noch relativ jungen Forschungsgebiet, das die strukturellen und funktionellen Verbindungen zwischen Nervenzellen des Gehirns untersucht. In einem spannenden Vortrag berichtete Helmstaedter, wie es mittels neuester elektronenmikroskopischer Techniken, computergestützten Datenanalysen sowie dem Engagement von Freiwilligen gelingt, die Kommunikationswege von Nervenzellen im Gehirn Stück für Stück zu entschlüsseln. In beeindruckenden Visualisierungen präsentierte er Ausschnitte aus der Landkarte unseres Nervensystems, die die Komplexität neuronaler Verschaltungen verdeutlichten. Anhand alltäglicher Beispiele illustrierte Moritz Helmstädter eindrücklich die unerreichte Leistungsfähigkeit dieses weit verzweigten Netzwerks aus Abermillionen Nervenzellen. Obwohl die Forschung noch weit davon entfernt ist, die Funktionsweise biologischer neuronaler Schaltkreise vollumfänglich zu verstehen, zeigte sich Professor Helmstaedter überzeugt, dass die Erkenntnisse, die sich aus der funktionellen Kartierung unseres Gehirns gewinnen lassen, nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung zukünftiger intelligenter Technologien haben werden.

Prof. Dr. Moritz Helmstaedter ist wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft und Direktor am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main. Nach dem Studium der Medizin und der Physik an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg promovierte er bei Nobelpreisträger Bert Sakmann am Max-Planck-Institut für medizinische Forschung in Heidelberg. Anschließend folgten Stationen als Post-Doc im Labor von Winfried Denk am Max-Planck-Institut für medizinische Forschung und als Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Neurobiologie in München.

Für seine Arbeiten wurde Moritz Helmstaedter unter anderem mit der Otto-Hahn-Medaille und der Bernard Katz Lecture geehrt.

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Prof. Dr. Ulrich Stroth über Plasmaforschung

 

Am 26.09.2019 sprach Prof. Dr. Ulrich Stroth auf dem Vector-Campus über Plasmaforschung.Am 26.09.2019 sprach Prof. Dr. Ulrich Stroth auf dem Vector-Campus über Plasmaforschung. Stroth stellte die Welt der Plasmen vor und nahm das Publikum mit auf den schwierigen, aber spannenden Weg zu einem Fusionskraftwerk.

Die Sonne liefert fast die gesamte auf der Erde verbrauchte Energie. Sie wird von der Sonne abgestrahlt und in ihrem Inneren durch die Verschmelzung von Wasserstoff erzeugt. Wie das Universum auch besteht die Sonne aus einem heißen Gas oder besser einer heißen Flüssigkeit, die als Plasma bezeichnet wird. Eine nachhaltige Energiewirtschaft erntet Sonnenenergie in großflächigen Photovoltaik-, Wind- oder Wasserkraftwerken, deren Leistungsabgabe periodischen Schwankungen unterliegt.

Für eine sichere Energieversorgung müssen leistungsfähige Speicher entwickelt werden. Zusätzlich benötigt ein stabiles Netz eine verlässliche Grundversorgung an Energie. Die Fusionsforschung hat sich zum Ziel gesetzt, zu diesem Zweck den zentralen Prozess der Sonne, die Verschmelzung von Wasserstoff zu Helium, auf der Erde nutzbar zu machen. In den Fusionslaboren werden dazu heiße Plasmen erzeugt und in Magnetfeldkäfigen eingeschlossen. Solche Anlagen tragen Namen wie Stellarator oder Tokamak.

Prof. Dr. Ulrich Stroth ist Leiter des Bereichs „Plasmarand und Wand“ am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching und Professor für Plasmarand- und Divertorphysik an der TU München.

Prof. Dr. Jörg Vogel über Genchirurgie

Am 27.02.2019 sprach Prof. Dr. Jörg Vogel zum Thema „Genchirurgie mit CRISPR-Cas“, einer neuen molekularbiologischen Methode, besser bekannt als Genome Editing. CRISPR-Cas ermöglicht immer einfachere Eingriffe im Erbgut und birgt enormes Innovationspotenzial sowohl für die Grundlagenforschung als auch die Pflanzenzüchtung, Biotechnologie und Medizin. Es ist davon auszugehen, dass gentherapeutische Verfahren an Körperzellen bei genetisch bedingten Krankheiten sehr von den neuen Methoden profitieren werden. Zudem weist einiges darauf hin, dass es in China mit der CRISPR-Cas-Technologie erste Eingriffe in die menschliche Keimbahn gegeben hat. Daraus ergeben sich weitreichende soziale, ethische und rechtliche Fragen im Hinblick auf die Therapie erblicher Erkrankungen und die Grenzen der Wissenschaftsfreiheit.

In seinem Vortrag strebte Vogel eine kritische Betrachtung der molekularen Grundlagen von Genome Editing an, die helfen soll, Entwicklungen hin zu sicheren und verantwortungsbewussten Anwendungen für Mensch und Umwelt mitzugestalten. Die Verfahren wurden im Vergleich zu früheren dargestellt und dabei auch die Einfachheit, Verfügbarkeit, Verlässlichkeit, Präzision und der Zeitfaktor von CRISPR-Cas diskutiert, ebenso wie mögliche Risiken, Fehlerquellen und Probleme des Verfahrens. Denn Vogel ist überzeugt: „CRISPR-Cas wird über kurz oder lang jeden von uns betreffen“.

Jörg Vogel ist Direktor des Instituts für Molekulare Infektionsbiologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und Direktor des Helmholtz-Instituts für RNA-basierte Infektionsforschung in Würzburg. 2017 erhielt er den Leibniz-Preis, der als höchste wissenschaftliche Auszeichnung in Deutschland gilt.

Prof. Dr. Joris van Slageren über Quantentechnologie

Am 26.09.2018 sprach Prof. Dr. Joris van Slageren zum Thema „Quantentechnologien – Hype oder Paradigmenwechsel?“. Gibt es Technologien, die es erlauben, jede Verschlüsselungstechnologie zu knacken, und gleichzeitig abhörsichere Kommunikation ermöglichen? Technologien, mit denen blitzschnell Einträge in Datenbanken gefunden und Spurenmoleküle in Atemgasen bestimmt werden können? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigte sich der Gastredner vom Institut für Physikalische Chemie der Universität Stuttgart in seinem Vortrag bei der Vector Informatik und der Vector Stiftung in Stuttgart-Weilimdorf.

Van Slageren gab zunächst eine Übersicht über den Stand der Technik in den verschiedenen Bereichen der Quantentechnologien. Dabei betonte er, dass man mit diesen Technologien noch weit von einer allgemeinen Durchdringung der Gesellschaft entfernt ist. Nichtsdestotrotz wurden schon beachtliche Fortschritte gemacht. Zu diesen gehören abhörsichere Telekonferenzen, bei denen sich die Teilnehmer Tausende von Kilometern voneinander entfernt befinden. Auch einzelne Moleküle sowie magnetische Gehirnsignale konnten schon nachgewiesen und untersucht werden.

Anschließend zeigte Van Slageren die grundlegende Seltsamkeit der Quantenwelt: Teilchen, die durch zwei Öffnungen gleichzeitig fliegen, Magnetchen, die sowohl nach Norden als auch nach Süden zeigen. Er zeigte die Bausteine der Quantentechnologien, die sogenannten Quantenbits, und die Bedingungen, die diese erfüllen müssen. Zum Schluss gab Van Slageren einen Einblick in die chemische Forschung auf dem Gebiet der Quantentechnologien. „Der Weg ist noch weit, aber Menschen haben die Neigung, zu unterschätzen, was langfristig möglich ist“, so Van Slageren.

PUBLIKATIONEN

Hier können Sie die Publikationen der Vector Stiftung downloaden.

Jahresbericht 2021

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Jahresbericht 2020

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Mkid-Kursleitermaterialien Klasse 6
Mkid – Mathe kann ich doch!

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Mkid-Kursleitermaterialien Klasse 7
Mkid – Mathe kann ich doch!

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