Zwei Problemstoffe, ein neuer Verwertungsweg
Jeden Tag fallen große Mengen Kunststoffabfall an. Gleichzeitig suchen Industrie und Gesellschaft nach Wegen, CO₂ nicht nur zu vermeiden, sondern sinnvoll weiterzuverwenden. Genau an dieser Schnittstelle setzt FLASHCO an.
Das Projekt verfolgt eine ungewöhnliche Idee: Kunststoffreste werden in einer CO₂-Atmosphäre sehr schnell erhitzt. Mikrowellen liefern dabei die Energie, ähnlich wie in einem hochkontrollierten Reaktor im Labormaßstab. Statt aus Kunststoff vor allem Öl oder schwer verwertbare Rückstände zu gewinnen, soll bevorzugt Synthesegas entstehen. Dieses Gas kann später als Ausgangsstoff für neue chemische Produkte dienen. Die Forschenden testen, welche Kunststoffmischungen, Temperaturen, Reaktionszeiten und Zusatzstoffe den Prozess besonders effizient machen. Zugleich untersuchen sie, ob weniger unerwünschte Nebenprodukte entstehen und wie sich der Ansatz technisch und ökologisch bewerten lässt.
Wenn der Nachweis gelingt, könnte FLASHCO aus zwei Umweltproblemen einen neuen Verwertungsweg machen: Kunststoffabfälle würden besser genutzt, klimaschädliches CO₂ bekäme eine produktive Rolle, und fossile Rohstoffe könnten langfristig ersetzt werden.




