Wasserqualität aus der Vogelperspektive
Viele Seen und Flüsse geraten zunehmend unter Druck: Hitze, Nährstoffeinträge, Landwirtschaft und Stadtentwicklung verändern ihre Wasserqualität oft schneller, als es klassische Messverfahren erfassen können.
AquaFluoMaps will solche Veränderungen künftig aus der Luft sichtbar machen. Das Projekt nutzt Drohnen mit hyperspektralen Kameras und wertet zusätzlich ein sehr schwaches Lichtsignal aus: die von Sonnenlicht angeregte Fluoreszenz bestimmter Wasserinhaltsstoffe. Dieses Signal wirkt wie ein optischer Fingerabdruck. Es könnte helfen, Algen, organische Stoffe, Nährstoffeinträge oder erste Hinweise auf problematische Blaualgen genauer zu unterscheiden als bisher. Damit schließt das Projekt eine wichtige Lücke: Satelliten erfassen vor allem große Gewässer nur grob, Wasserproben liefern dagegen meist nur punktuelle Informationen. AquaFluoMaps zielt auf hochaufgelöste Karten für kleine Seen, Talsperren und Flussabschnitte.
Langfristig könnte daraus ein Frühwarnsystem entstehen, das Badegewässer, Trinkwasserressourcen und empfindliche Ökosysteme besser schützt und Entscheidungen im Gewässermanagement schneller und fundierter macht.
Sensorgestützte Geoinformatik an der Universität Freiburg




